HomeFrauen IDamen – Bezirksoberliga: TSV Korbach – HSG Ederbergland 27:32 (16:16)

Damen – Bezirksoberliga: TSV Korbach – HSG Ederbergland 27:32 (16:16)

Damen – Bezirksoberliga: TSV Korbach – HSG Ederbergland 27:32 (16:16)

Mit 7:3 Punkten waren wir besser in die Saison gestartet, als viele erwartet hatten. Die beiden jüngsten Siege in Hofgeismar und gegen Fuldatal hatten zusätzlich Selbstvertrauen gegeben. Die Partie gegen Ederbergland war nun eine echte Standortbestimmung. Mit einem Erfolg hätte die Mannschaft eindrucksvoll untermauern können, dass sie zurecht zu den Top-Vier der Bezirksoberliga gehört.

Doch Ederbergland – bekannt für seine spielerische Qualität und die individuelle Klasse von Sophie Kümmel und Friederike Born – machte uns von Beginn an das Leben schwer. Vor einer tollen Kulisse starteten wir nervös, ließen beste Chancen liegen und scheiterten insbesondere von den Außenpositionen mehrfach an der Gästetorhüterin. So stand es nach zehn Minuten 3:7, und es sah zunächst nicht danach aus, als könnten wir mit dem Aufstiegsaspiranten mithalten.

Doch dann ging ein Ruck durch die Mannschaft. Die Abwehr agierte nun kompakt und kämpferisch, jede Spielerin stemmte sich gegen den Rückstand. Auch im Angriff fanden wir endlich die nötige Zielstrebigkeit und den Mut, in die Lücken zu stoßen. Wir verkürzten Tor um Tor und als Madlen Selbmann in der 17. Minute das 9:10 erzielte, waren wir wieder voll im Spiel. Ein Sonderlob verdient in dieser Phase Emilie Pok, die trotz ihrer schmerzhaften Fingerverletzung konsequent Eins-gegen-Eins-Situationen suchte und Lücken riss.

Beim 12:12 durch Beke Mehring (20.) war der Ausgleich geschafft, und die Halle stand nun voll hinter uns. Ederbergland blieb jedoch abgeklärt, zeigte seine Oberliga-Erfahrung und ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Bis zum Pausenpfiff entwickelte sich ein offenes, intensives Duell. Mit der letzten Aktion vor der Sirene stellte Anna Elkmann auf 16:16.

In der Halbzeit lautete die klare Vorgabe: Weiter aggressiv und kompakt verteidigen, im Angriff konsequent in die Tiefe gehen und an den Sieg glauben!

Doch der Start in die zweite Hälfte verlief alles andere als optimal. Unsere schwächste Phase der Partie folgte: Zu wenig Bewegung, kaum Zusammenspiel, fehlende Durchschlagskraft im Eins-gegen-Eins und dazu noch einige technische Fehler. Zwischen der 30. und 38. Minute gelang uns kein einziger Treffer. Nur einer starken Kathi Blagus im Tor war es zu verdanken, dass wir nicht frühzeitig entscheidend in Rückstand gerieten. Beim 16:19 waren wir trotz allem noch in Schlagdistanz.

Insbesondere Ina Pawelczyk erzielte in der Folgezeit wichtige Treffer von der linken Außenposition und so kämpften wir uns erneut heran. Greta Knebel war es vorbehalten in der 46. Minute sogar den Ausgleich zum 22:22 zu erzielen.

Doch Ederbergland blieb beeindruckend konstant. Die Gäste spielten ihre individuelle Klasse und Cleverness nun voll aus. Bei unseren Mädels ließen dagegen die Kräfte ein wenig nach, die Abwehr agierte nicht mehr so konsequent und war häufig einen Schritt zu spät. Trotz verschiedener Abwehrumstellungen bekamen wir Friederike Born und Sophie Kümmel nicht mehr in den Griff. Zwischen der 48. und 55. Minute setzte sich Ederbergland Tor um Tor ab; beim 24:28 war die Vorentscheidung gefallen.

Am Ende stand ein 27:32, das zwar schmerzt, aber keineswegs entmutigt. Das Trainerteam zeigte sich trotz der Niederlage zufrieden: „Wir haben bewiesen, dass wir auch gegen eine Spitzenmannschaft der Bezirksoberliga bestehen und dem Spiel phasenweise unseren Stempel aufdrücken können.“ Letztlich entschieden Kleinigkeiten, die individuelle Klasse und die größere Cleverness der Gäste die Partie.

Die positive Entwicklung jeder einzelnen Spielerin ist jedoch deutlich sichtbar – und genau das macht Mut für die kommenden Aufgaben.

Ein großer Dank geht an unsere Zuschauer und Fans, die das Team erneut lautstark und leidenschaftlich unterstützt haben! 

Torschützen:

Samira Berger 1, Madlen Selbmann 3, Beke Mehring 7/6, Greta Knebel 5, Ina Pawelczyk 3, Emilie Pok 3, Anna Elkmann 2, Janina Pooch 1, Jessica Pooch 2