Frauen – Bezirksoberliga: SVH Kassel – TSV Korbach 25:32 (11:17)
Nach der Derby-Niederlage gegen die HSG Ederbergland war verständlicherweise zunächst etwas Frust da. Doch die Anerkennung, die wir für unseren couragierten Auftritt erhalten hatten, tat gut – und gab uns Rückenwind. Die Entwicklung, die wir seit dem Aufstieg genommen haben, ist klar erkennbar: Der Glaube an unsere eigene Stärke ist gewachsen. Genau mit dieser Haltung wollten wir in Harleshausen antreten und dort für eine Überraschung sorgen.
Erschwert wurde die Aufgabe jedoch durch den Ausfall von Ella Rebs (privat verhindert) sowie zahlreiche angeschlagene Spielerinnen. Vor diesem Hintergrund ist dieser Auswärtssieg noch höher einzuschätzen.
Starker Start mit klarem Plan
Von Beginn an agierten wir hochkonzentriert und übernahmen sofort die Initiative. Mit sehenswerten Auslösehandlungen und schnellem Umschaltspiel – vor allem über Greta Knebel und Madlen Selbmann – zogen wir bis zur 11. Minute auf 2:7 davon. Die taktische Marschroute ging bis dato voll auf: In der Abwehr konzentrierten wir uns auf Juliana Gries, ging sie an den Kreis, versuchten wir Vanessa Künzli aus dem Spiel zu nehmen. Einziger Makel dieser Phase: Sechs Fehlwürfe verhinderten eine noch deutlichere Führung.
Kassel bleibt dran – wir bleiben stabil
Die Gastgeberinnen zeigten anschließend, warum sie mit 10:4 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz stehen. Sie fanden nun Lücken in unserer Deckung und hielten die Partie bis zum 6:10 (18.) offen. Doch wir ließen uns davon nicht beeindrucken.
Gegen die 6:0-Abwehr des SVH fanden wir immer wieder gute Lösungen: Emilie Pok, Samira Berger und Beke Mehring machten konsequent Druck auf die Nahtstellen, spielten stark im Eins-gegen-Eins und setzten sowohl Greta Knebel als auch später Chantal Misz am Kreis gut in Szene.
Mit einer starken Janina Blagus im Tor – die mehrere Hundertprozentige entschärfte – bauten wir den Vorsprung bis auf 7:14 aus, ehe wir mit einem verdienten 11:17 in die Kabine gingen.
Kabinenansprache & gute Auftaktphase der zweiten Halbzeit
In der Kabine gab das Trainerteam mit auf den Weg das Tempo weiterhin hochzuhalten, da die Gastgeberinnen spürbare Probleme im Umschalten von Angriff auf Abwehr hatten. Gleichzeitig wollten wir im Positionsangriff zunächst ein- bis zweimal durchspielen, um unsere Kräfte etwas zu schonen. Es zeigte sich, dass die Erkältungssymptome bei einigen Spielerinnen nicht spurlos geblieben waren.
Ungeachtet der angeschlagenen Spielerinnen erwischten wir einen guten Start in die zweite Hälfte und präsentierten den Zuschauern erneut eine starke Phase. So konnte in der 35. Spielminute beim Stand von 12:20 durch einen Treffer von Ina Pawelczyk erstmals eine 8-Tore-Führung herausgespielt werden.
Kleiner Bruch – große Reaktion
Doch dann zeigte sich, dass die Kräfte ein wenig nachließen. Kassel kam stärker auf, wir erlaubten uns einige Fehler – und in der 48. Minute schmolz der Vorsprung auf 19:24. Doch der Einbruch blieb aus! Näher kamen die Gastgeberinnen nicht heran.
Ihnen unterliefen nun auch vermehrt technische Fehler, die wir konsequent nutzten. Vor allem Madlen Selbmann verwandelte mehrere Bälle im Tempogegenstoß. Spätestens als Anna Elkmann in der 56. Minute zum 22:29 traf, war die Partie entschieden.
Fazit
Das Trainerteam zeigte sich sehr zufrieden mit der gezeigten Leistung – gerade weil viele Spielerinnen angeschlagen in die Begegnung gingen und sich dennoch voll reingehauen haben. Der Sieg war das Ergebnis einer geschlossenen Mannschaftsleistung und großer Willenskraft.
Die Spielpause am nächsten Wochenende kommt uns gelegen – wir benötigen die Zeit dringend zur Regeneration.
Ein besonderes Lob ging zudem an das souverän leitende Schiedsrichtergespann.
Torschützen: Samira Berger 1, Madlen Selbmann 7, Greta Knebel 5, Janina Pooch 1, Emilie Pok 6/1, Beke Mehring 5, Ina Pawelczyk 3, Anna Elkmann 2, Chantal Misz 1, Jessica Pooch 1











