HomeFrauen IFrauen – Bezirksoberliga: TSV Korbach – HSG Ahnatal/Calden 27:32 (15:15

Frauen – Bezirksoberliga: TSV Korbach – HSG Ahnatal/Calden 27:32 (15:15

Frauen – Bezirksoberliga: TSV Korbach – HSG Ahnatal/Calden 27:32 (15:15

Mit der HSG Ahnatal/Calden gastierte ein echtes Schwergewicht der Liga in der Kreissporthalle. Die Gäste überzeugen mit jugendlicher Unbekümmertheit, hoher Leidenschaft und einem temporeichen Spielstil. Immer wieder suchten sie mutig das Eins-gegen-Eins und begeisterten mit druckvollem Angriffsspiel. Kein Wunder also, dass die HSG nach zwei klaren Auftaktsiegen an der Tabellenspitze steht und als Titelfavorit gilt.
Für uns galt: Wir hatten nichts zu verlieren. Als Außenseiter konnten wir befreit aufspielen und mit dem Heimvorteil im Rücken und dem festen Vorsatz, uns gegenseitig zu pushen und einfache Fehler zu vermeiden.

Ahnatal/Calden reiste in Bestbesetzung an und hatte zusätzlich Spielerinnen aus der A-Jugend-Oberliga im Aufgebot. Doch davon ließen sich unsere Mädels nicht beeindrucken: Hochkonzentriert und mit viel Energie starteten sie in die Partie. Die zahlreichen Zuschauer rieben sich verwundert die Augen, denn wir bestimmten in den Anfangsminuten das Geschehen. Eine kompakte Abwehr, sehenswerte Auslösehandlungen und schnelles Umschaltspiel, vor allem über Greta Knebel und Madlen Selbmann sorgten nach sieben Minuten für eine 6:3-Führung.

Die Abwehr um Beke Mehring auf der Mittelposition arbeitete stark und machte den gefährlichen Rückraumspielerinnen Franziska Kuhlen und Nele Bittdorf das Leben schwer. Doch dann zeigten die Gäste, warum sie zu den Topteams der Liga zählen. Mit zunehmendem Druckspiel drehte die HSG die Begegnung und ging nach zwölf Minuten beim Stand von 7:8 erstmals in Führung.
Unsere Mannschaft ließ sich davon jedoch nicht einschüchtern. Samira Berger, die erstmals in dieser Saison auf der Platte stand, führte nun gut Regie und es gelang uns auch, die Außenspielerinnen in Szene zu setzen. Anna Elkmann erzielte zwei blitzsaubere Treffer. Beim Stand von 15:15 wurden die Seiten gewechselt.

In der Halbzeitpause lautete die klare Ansage des Trainerteams: Weiter so! Konzentration hoch halten, mutig bleiben und die gute Leistung bestätigen.

Und zunächst gelang das eindrucksvoll. Bis zum 22:21 durch Madlen Selbmann lagen wir knapp in Führung, ehe das Spiel kippte. Eine zehnminütige Schwächephase ab der 42. Minute nutzten die Gäste gnadenlos. Im Angriff fehlte uns nun die Durchschlagskraft, unvorbereitete Würfe verfehlten das Ziel oder landeten in den Händen der gegnerischen Torhüterin. Auch defensiv verloren wir an Stabilität, kamen häufig einen Schritt zu spät und so setzte sich Ahnatal/Calden mit einem 8:1-Lauf entscheidend ab. Beim Stand von 23:29 war die Partie entschieden

Kritisch anzumerken ist, dass die Köpfe in dieser Phase etwas hingen. Doch in den Schlussminuten kämpften sich die Mädels noch einmal zurück. Besonders die gesundheitlich angeschlagene Emilie Pok erzielte schöne Rückraumtreffer. Am Ende stand eine 27:32-Niederlage , die schmerzt, aber dennoch Mut macht.

Das Trainerteam zeigte sich trotz des Ergebnisses zufrieden: „Wir haben über 50 Minuten lang eine starke Leistung in Abwehr und Angriff gezeigt und bewiesen, dass wir mit den Besten der Liga mithalten können. Gegen solch einen Gegner darfst du dir allerdings keine Schwächephase erlauben, denn dann ist das Spiel innerhalb weniger Minuten entschieden. Genau das haben wir heute erlebt.“

Tore: Janina Pooch 2, Jessica Pooch 1, Emilie Pok 5, Beke Mehring 6/1, Greta Knebel 5, Anna Elkmann 2, Madlen Selbmann 5, Marielle Rebs 1