Frauen – Bezirksoberliga: TSV Korbach – TuSpo Waldau 29:33 (13:18)
Verdiente Niederlage!
Mit zwei verbleibenden Spielen hatten wir es weiterhin selbst in der Hand, die Saison auf einem starken zweiten Tabellenplatz abzuschließen. Im vorgezogenen letzten Heimspiel empfingen wir am Samstag den TuSpo Waldau in der Kreissporthalle – und wollten mit einem Sieg den nächsten wichtigen Schritt machen.
Doch der Tabellenstand durfte dabei nicht täuschen. Zwar reisten die Gäste als Tabellensiebter an, doch bereits das Hinspiel hatte gezeigt, wie unangenehm Waldau zu bespielen ist – beim knappen 35:34-Erfolg mussten wir bis zum Schluss alles investieren. Zudem hatte sich die Mannschaft nach der Winterpause stabilisiert und zuletzt mit drei Siegen in Folge überzeugt.
Für uns sollte es entscheidend sein, das druckvolle Angriffsspiel der Gäste frühzeitig zu unterbinden und gleichzeitig selbst mit Tempo zu agieren. Doch die Voraussetzungen waren alles andere als optimal: Viele Spielerinnen gingen krankheits- und verletzungsbedingt angeschlagen in die Partie – dennoch darf das keine Ausrede für die gezeigte Leistung sein.
Zu Beginn konnten wir das Spiel noch ausgeglichen gestalten. Emilie Pok erzielte in der 5. Minute die 2:1-Führung – es sollte allerdings die letzte Führung in der gesamten Partie bleiben. Bereits in dieser frühen Phase wurden zwei entscheidende Probleme deutlich: Zum einen fand unser Tempospiel praktisch nicht statt, weder über die erste noch über die zweite Welle. Zum anderen gelang es uns überhaupt nicht, unser Vorhaben umzusetzen, über die schnelle Mitte zum Torerfolg zu kommen, obwohl sich hier durchaus Möglichkeiten geboten hätten.
Stattdessen machten wir das Spiel immer wieder langsam und nahmen uns damit selbst unsere Stärken. Eine Erklärung hierfür dürfte auch im Trainingsrückstand liegen, da viele Spielerinnen in den vergangenen Wochen krankheits- oder verletzungsbedingt nur eingeschränkt trainieren konnten.
Ein weiteres großes Problem war unser Defensivverhalten am Kreis. Das Spiel über die Kreisläuferinnen bekamen wir zu keinem Zeitpunkt in den
Griff. Immer wieder fand Waldau einfache Lösungen, während wir defensiv häufig einen Schritt zu spät kamen. Besonders Lea Schanz nutzte dies konsequent aus und erzielte allein 13 Treffer – dem ist wenig hinzuzufügen.
Dennoch konnten wir das Spiel bis zum 9:10 in der 18. Minute durch ein Tor von Beke Mehring offenhalten. Danach häuften sich jedoch unsere Probleme auch im Positionsangriff. Die Zahl der technischen Fehler stieg deutlich an – insgesamt 20 einfache Ballverluste, häufig durch ungenaue Abspiele, sind auf diesem Niveau einfach zu viel, um ein Spiel erfolgreich zu gestalten.
So setzte sich Waldau über die Spielstände 9:11, 10:13 und 11:15 Tor um Tor ab und ging schließlich mit einer 13:18-Führung in die Halbzeit.
In der Kabinenansprache wurde deutlich gemacht, dass wir weiterhin an uns glauben müssen, da nicht der Gegner überragend spielte, sondern wir selbst deutlich unter unseren Möglichkeiten blieben und noch ausreichend Potenzial nach oben hatten.
Nach dem Seitenwechsel kam Katharina Blagus ins Tor, die mit einer guten Leistung überzeugte. Dennoch änderte sich zunächst wenig am Spielgeschehen. Die Partie plätscherte vor sich hin: Wir mussten uns jedes Tor hart erarbeiten, während Waldau weiterhin über den Kreis und auch über die zweite Welle zu einfachen Treffern kam.
Beim Stand von 21:26 in der 47. Minute schien die Begegnung entschieden. Doch die Mannschaft zeigte Moral und kämpfte sich noch einmal heran. Durch einen Treffer von Emilie Pok in der 49. Minute verkürzten wir auf 23:26 und hatten sogar die Möglichkeit, im nächsten Angriff auf zwei Tore zu verkürzen.
Doch erneut machten wir uns das Leben selbst schwer. Technische Fehler reihten sich aneinander, sodass wir es den Gästen zu einfach machten, die Führung zu behaupten und weiter auszubauen. Beim Stand von 27:31 in der 56. Minute war die endgültige Entscheidung gefallen.
Am Ende müssen wir festhalten: Wir sind an uns selbst gescheitert. Natürlich waren viele Spielerinnen angeschlagen, doch das erklärt weder die hohe Anzahl an technischen Fehlern noch unser insgesamt zu langsames Spiel. Mit einer normalen Leistung wäre in diesem Spiel deutlich mehr möglich gewesen. Möglicherweise war auch der Druck, gewinnen zu müssen, an diesem Tag zu groß.
Ein Lob gilt aber Pia Löwenstein, die ein selbstbewusstes Spiel zeigte und zwei sehenswerte Treffer von der Außenposition erzielte.
Vielen Dank an unsere Zuschauer und Fans für die lautstarke Unterstützung!
Torschützen:
Madlen Selbmann 8, Beke Mehring 7/2, Emilie Pok 4, Greta Knebel 3, Anna Elkmann 1, Jessica Pooch 2, Chantal Misz 1, Pia Löwenstein 2, Janina Bock 1