Frauen – Bezirksoberliga: Tuspo Waldau – TSV Korbach 34:35 (17:19)
Beeindruckende Hinrundenbilanz (13:5 Punkte
Auf Tabellenplatz drei gingen wir in das letzte Spiel des Jahres 2025 – so gut stand die Mannschaft seit der Rückkehr in die Bezirksoberliga noch nie da. Gegen den TuSpo Waldau wollten wir diese Position unbedingt verteidigen. Ein Gegner, der nach dem Oberligaabstieg mit 5:11 Punkten zwar nur auf Rang sechs lag, dessen spielerische Qualität aber deutlich höher einzuschätzen war. Verzichten mussten wir auf Anna Elkmann und Ella Rebs, dafür rückte Janina Bock in den Kader und trug mit zwei Toren zum Erfolg bei. Madlen Selbmann gab nach dem Warmmachen grünes Licht – und zeigte trotz ihrer im letzten Spiel zugezogenen Knieverletzung eine starke Leistung!
Den Beginn der Partie verschliefen wir und fanden nur schwer ins Spiel – möglicherweise auch, weil sich Greta Knebel gleich bei der ersten Abwehraktion verletzte. Nach einer ca. 10-minütigen Pause konnte sie jedoch wieder ins Spiel zurückkehren. Zwar gingen wir bereits nach 48 Sekunden durch Madlen Selbmann mit 0:1 in Führung, doch Waldau nutzte frühe Unsicherheiten und setzte sich nach sieben Minuten mit 4:1 ab. Besonders über die Kreisläuferinnen fanden die Gastgeberinnen immer wieder einfache Lösungen, während wir defensiv oft einen Schritt zu spät kamen. Hinzu kam, dass unsere Torhüterinnen an diesem Abend nicht ihren besten Tag erwischten.
Doch wir kämpften uns zurück. Treffer von Madlen Selbmann, Beke Mehring und Chantal Misz brachten uns beim 5:5 (10.) wieder ins Spiel. In der Folge entwickelte sich ein intensives, temporeiches Duell. Waldau legte immer wieder vor, wir blieben dran und drehten die Partie ab der 20. Minute. Tore von Emilie Pok, Jessica Pooch und Greta Knebel sorgten dafür, dass wir uns bis zur Pause eine 17:19-Führung erarbeiteten. Entscheidend war dabei unsere Entschlossenheit im Angriff, insbesondere aus dem Rückraum.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel hochspannend. Emilie Pok eröffnete die zweite Halbzeit mit einem Siebenmetertreffer zum 17:20 (31.), ehe Waldau erneut verkürzte. Immer wieder gelang es den Gastgeberinnen, unsere Führung auf ein Tor zu reduzieren – unter anderem durch ihre starken Kreisläuferinnen, die wir über die gesamte Spielzeit nicht entscheidend stoppen konnten. Dennoch behielten wir die Nerven und fanden gute Lösungen im Angriff.
In der 40. Minute glich Waldau beim 25:25 erstmals wieder aus, doch erneut antworteten wir prompt: Madlen Selbmann und Chantal Misz brachten uns wieder in Führung. Die Schlussphase hatte es dann in sich. Waldau kam mehrfach bis auf ein Tor heran, doch Emilie Pok übernahm Verantwortung und traf in der 55. und 57. Minute aus dem Rückraum zum 31:33 und 32:34. Als Greta Knebel schließlich in der 59. Minute zum 33:35 einnetzte, war der Jubel groß. Der letzte Treffer der Gastgeberinnen zum 34:35 kam zu spät.
Am Ende stand ein hart erkämpfter, aber verdienter Auswärtssieg, mit dem wir unseren dritten Tabellenplatz verteidigten. Es war ein Spiel, in dem nicht alles perfekt lief – vor allem defensiv gegen den Kreis und im Tor hatten wir Schwierigkeiten. Umso höher ist es zu bewerten, dass wir über 60 Minuten Mentalität zeigten, uns nicht aus der Ruhe bringen ließen und immer wieder Antworten fanden.
Ein Extralob geht an Ina Pawelczyk, die insbesondere in der Abwehr einen hervorragenden Job machte, viele Wege ging und wichtige Zweikämpfe für sich entschied. Ebenfalls herauszuheben ist Emilie Pok, die mit starken Rückraumtoren in den entscheidenden Phasen Verantwortung übernahm und der Mannschaft Stabilität verlieh.
Mit diesem Sieg gehen wir mit einem starken Gefühl in die Winterpause – und haben eindrucksvoll gezeigt, dass wir nicht zufällig dort oben stehen.
Vielen Dank auch an die Zuschauer und Fans für die lautstarke Unterstützung!
Torschützen:
Greta Knebel 6, Emilie Pok 9/2, Chantal Misz 3, Jessica Pooch 3, Beke Mehring 5, Ina Pawelczyk 1, Madlen Selbmann 6, Janina Bock 2