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TSV Korbach peilt den Einzug in die Meisterrunde an

Herren 1 Mannschaft

TSV Korbach peilt den Einzug in die Meisterrunde an

Mit Tempo statt Wucht

Seit zwölf Monaten ist Robert Müller mittlerweile Trainer der Korbacher Handballer. Ein Ligaspiel konnte er aufgrund der Corona-Pandemie noch nicht bestreiten. Da ist es kein Wunder, dass die Vorfreude beim ehemaligen Spielmacher der Kreisstädter groß ist: „Wir fiebern alle unwahrscheinlich dem Saisonstart entgegen“, sagt Müller, der mit seiner Mannschaft am 30. Oktober mit einem Auswärtsspiel in Zwehren in die neue Saison startet.

Das Ziel des TSV ist klar umrissen: der Einzug in die Meisterschaftsrunde. Die jeweils ersten vier Teams der Vorrundengruppen erreichen diese. „Das sollte realistisch sein“, sagt Müller. Seine Truppe sieht er dabei als Wundertüte. „An einem guten Tag können wir jeden Gegner schlagen, an einem schlechten aber auch gegen jeden Probleme bekommen.“ Insgesamt steht dem TSV-Trainer ein Team mit einer gesunden Mischung aus erfahrenen und jungen Kräften zur Verfügung.

Wichtig ist, dass Müller Lukas und Till Westmeier sowie Abdu Altaweel überreden konnte, wieder für das Team aufzulaufen. Das Trio hatte vor der Spielzeit 2020/21 eigentlich seinen Abschied angekündigt. Auch Luk Schäfer hat sich wieder dem TSV angeschlossen, nach drei Jahren beim Süd-Landesligisten MSG Rossdorf/Reinheim. Schäfer wohnt in Hamburg und soll für gut die Hälfte aller Partien anreisen. „Wir haben deutlich mehr an Qualität gewonnen. Deswegen können wir auch unsere Ziele nach oben schrauben“, sagt Müller.

Doch wie sieht das Korbacher Team im Vergleich zur Vor-Corona-Spielzeit aus? Zumindest fehlt nach den Wechseln von Sebastian Wrzosek und Simon Riedesel die zuletzt gekannte Wucht aus dem Rückraum. Tore will Müller mit schnellem Spiel aus einer aggressiven und offensiv interpretierten 6:0-Formation mit Dave Alscher und Daniel Pok im Innenblock und einem starken Torhüter-Duo, erzielen – möglichst über die erste Welle mit den schnellen Außen Malte, Daniel Figge, Marc Wilke und Michel Pawelszyk. „Da haben wir ein echtes Bollwerk“, ist der Trainer überzeugt.

Im Positionsangriff will der TSV auf ein variables Spiel mit vielen Wechseln und Kreuzbewegungen setzen. „Wir wollen unser Spiel wieder flüssiger aufziehen“, sagt Müller, der auch davon überzeugt ist, dass mit Kevin Scholz und Dave Alscher (links) sowie Daniel Pok und Jannis Fromm (rechts) Spieler bereitstehen, die aus der Distanz gefährlichur werden können. Auf der Mitte stehen mit Raphael Harbecke und Till Westmeier zwei erfahrene Spieler bereit, am Kreis ebenso mit Lukas Westmeier und Marco Rummel.

Fehlen wird Müller allerdings wahrscheinlich in der kompletten Saison Ron Alscher, der sich bei einem Testspiel einen Kreuzbandriss zugezogen hat. „Er war fest eingeplant und hat eine große Entwicklung gemacht“, bedauert sein Trainer. Auch Melvin Trapp hatte sich gut ins Team eingefunden, der A-Jugendliche muss aber ebenfalls wegen einer Knieoperation lange pausieren..

In den ersten beiden Heimspielen wird sich schon zeigen, wo der Korbacher Weg hinführt. Dort warten Landesligaabsteiger Wehlheiden und Bad Wildungen auf die Kreisstädter. Die hoffen auf die gewohnte Atmosphäre in der Kreissporthalle, die Unterstützung der Fans war und soll wieder ein entscheidender Faktor sein.

Der Kader

Zugänge: Dave Alscher, Lukas Westmeier, Till Westmeier, Abdu Altaweel (alle Handballpause), Michel Pawelczyk (eigene Jugend), Luk Schäfer (MSG Rossdorf/Reinheim).

Abgänge: keine.

Tor: Ivan Blagus, Robin Richter-Schluckebier, Felix Bock.

Rückraum Mitte: Raphael Harbecke, Till Westmeier, Melvin Trapp.

Rückraum links: Dave Alscher, Ron Alscher, Kevin Scholz.

Rückraum rechts: Daniel Pok, Jannis Fromm, Luk Schäfer.

Linksaußen: Marc Wilke, Abdu Altaweel

Rechtsaußen: Malte Urban, Daniel Figge, Michel Pawelczyk.

Kreis: Lukas Westmeier, Marco Rummel.

Erweiterter Kader: Nils Schmittat, Kevin Blomme, Nico Hartwig, Benjamin Franke, Justin Schröder.

Trainer: Robert Müller (seit 2020).
Co-Trainer: Josip Blagus, Daniel Dierdorf
Physiotherapeut: Sven Martin

Saisonziel: oberes Drittel.

Titelfavorit: HSG Wesertal, SVH Kassel