Weibliche B-Jugend – HSG Vulkan Vogelsberg 21:24 (11:14)
Nach dem Sieg im Hinspiel gingen wir mit dem klaren Ziel in die Partie, auch dieses Rückspiel erfolgreich zu gestalten. Die Voraussetzungen dafür waren gegeben: Vogelsberg reiste nur mit acht Feldspielerinnen und einer Torhüterin an, während wir mit einer vollen Bank auflaufen konnten. Unsere Devise war daher ein hohes Tempo, viele Wechsel und den Gegner müde machen.
In den ersten Minuten setzten wir diesen Plan auch gut um. Die Abwehr stand ordentlich und im Angriff ging vor allem Souleen immer wieder mutig und erfolgreich ins Eins-gegen-Eins. Bis zur 11. Minute und dem Stand von 7:7 war das Spiel völlig offen. Danach verloren wir jedoch zunehmend den Zugriff. Vogelsberg setzte sich immer wieder mit zwei Toren ab. Im Angriff ließen wir zu viele gute Chancen liegen, agierten unkonzentriert und trafen häufig falsche Entscheidungen. In der Abwehr standen wir nicht kompakt genug, viel zu offen und stellten Vogelsberg vor keine großen Herausforderungen. So gingen wir mit einem 11:14-Rückstand in die Halbzeit.
In der Kabine fand das Trainerteam klare Worte. Das, was wir bis dahin gezeigt hatten, war deutlich zu wenig! Wir machten der Mannschaft aber auch klar, dass dieses Spiel noch lange nicht verloren war – allerdings nur mit der richtigen Einstellung, mehr Einsatz und echtem Zusammenhalt.
Leider wurde es in der zweiten Halbzeit nicht besser, sondern eher schlechter. Unser Angriffsspiel war viel zu hastig, Abschlüsse wurden überstürzt genommen und die einfachsten Pässe kamen nicht an. Dazu hielt sich die Mannschaft in der Abwehr kaum an die Vorgaben des Trainerteams. Durch eine 5:1 Abwehr mit dem Fokus auf die beste Spielerin der Gegner stimmten die Absprachen überhaupt nicht mehr. Teilweise standen wir Trainer sprachlos an der Seitenlinie. Das war in dieser Form leider die schwächste Saisonleistung der Mannschaft. Trotz der personellen Vorteile und der klaren Möglichkeiten schafften wir es nicht, das Spiel noch einmal in unsere Richtung zu drehen.
Ein Lichtblick war das Blockverhalten in der Abwehr, das über weite Strecken ordentlich funktionierte und einige gefährliche Würfe entschärfte.
Am Ende müssen wir die 21:24-Niederlage selbstkritisch akzeptieren. Dieses Spiel haben wir nicht wegen der Stärke des Gegners verloren, sondern vor allem durch eigene Fehler, mangelnde Konsequenz und fehlende Geschlossenheit. Der derzeitige Tabellenplatz spiegelt definitiv nicht die Leistungsfähigkeit der Mannschaft wider.
Es spielten: Nora Dittmann 5, Souleen Jawish 4, Lilly Gerhard 3/1, Finja Müller 2, Jette Marpe 2, Neela Urff 2, , Carlotta Hille 1, Ella Bracht 1, Marla Löbel 1, Natalie Willenbacher, Zoe-Sophie Gemmecker, Leni Ritter und Julie Marzahn